OXYCOAL-AC - Entwicklung eines CO2-emissionsfreien Kohleverbrennungsprozesses zur Stromerzeugung

 

Entwicklung eines kohlebefeuerten Oxyfuel-Kraftwerksprozesses mit integrierter keramischer Hochtemperaturmembran zur Sauerstoffbereitstellung.

 

Unter "Carbon Capture and Sequestration (CCS)" versteht man die Abtrennung und geologische Speicherung von CO2 aus dem Kraftwerksprozess. Als Alternative zur bisher technologisch einsatzfähigen CO2-Wäsche des Rauchgases am Ende des Kraftwerksprozesses gilt das Oxyfuel-Verfahren, bei dem der Brennstoff, in diesem Fall Kohle, mit einer Mischung aus reinem Sauerstoff und rezirkuliertem Rauchgas verbrannt wird. In Abwesenheit des Luftstickstoffs entsteht ein Rauchgas, das zu einem hohen Maße aus CO2 besteht und somit verhältnismäßig günstig für eine Endlagerung konditioniert werden kann. Anstelle der Sauerstoffbereitstellung über kryogene Luftzerlegungsanlagen wird beim OXYCOAL-AC Prozess der Sauerstoff über selektiv sauerstoffleitende Hochtemperatur-Keramikmembranen aus der Luft abgetrennt und dem Verbrennungsprozess zugeführt. Durch dieses Verfahren sind deutlich weniger Wirkungsgradeinbußen als durch andere CO2-Abscheidungsprozesse aus dem Kraftwerk zu erzielen.



Lehrstuhl:Mechanische Verfahrenstechnik
Gefördert durch:BMWi, Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
Webseite:http://www.oxycoal-ac.de
Kooperationspartner:RWTH Institute: AVT, WSA, IST, IWM, ITV, IRT und Industriepartner
Projektleitung:Prof. Kneer, WSA Aachen
Ansprechpartner:Nicolas Nauels, Franz Beggel