Siloxanabtrennung mittels Membrantechnik
 
Bisherige Methoden der Siloxanabreicherung aus dem Gas umfassen i.W. Kondensation und Sorption. Die Eignung von Membranmodulen für die Siloxanabreicherung wird am AVT.CVT experimentell mit siloxanbeladenem Deponiegas überprüft. In Mittelpunkt des Interesses stehen gummiartige Membranmaterialien, wie sie z.B. in der Rückgewinnung von Benzin- und Lösungsmitteldampf verwendet werden.
Es wurden bereits mehrere Membranmaterialien gefunden, die für die Siloxanabtrennung in Frage kommen. Erste Versuche über mehrere Wochen haben gezeigt, dass die Membranen selektiv Siloxane abtrennen und das Nutzgas Methan relativ gut zurückhalten. Nun steht der Bau und Einsatz eines Membranmodul (ca. 1m²) unmittelbar bevor, womit die Reinigungsleistung verschiedener Verschaltungen (3-End und 4-End) und bei unterschiedlichen Temperaturen über einen längeren Zeitraum untersucht werden soll. Die Technologie hat weitere Anwendungen: Siloxane befinden sich u.a. in der Abluft industrieller Prozesse. In der mechanischbiologischen Abfallbehandlung (MBA) oder für den Schutz wertvoller Abgaskatalysatoren für BHKW kann ein vorgeschaltetes Membranmodul sinnvoll sein.
| Lehrstuhl: | Chemische Verfahrenstechnik |
| Gefördert durch: | DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt |
| Kooperationspartner: | S.T.E.P. Aachen |
| Projektleitung: | Marc Ajhar |
| Ansprechpartner: | Marc Ajhar |



