Inkrementelle Identifikation von Transportprozessen in laminar welligen Rieselfilmen
 
In diesem Forschungsprojekt wird versucht, ein reduziertes Modell aus den mechanistisch motivierten partiellen Differentialgleichungen unter Zuhilfenahme des Konzeptes effektiver Transportkoeffizienten zu schätzen. Die Identifikation der effektiven Transportkoeffizienten aus dem mechanistischen Modell ist ein komplexes, hochgradig nichtlineares inverses Problem. Ein Hauptproblem ist dabei, dass nicht nur die Modellparameter, sondern auch die Modellstruktur unbekannt ist. Als Konsequenz muss das inverse Problem für jedes Modell aus einer Menge möglicher Kandidaten gelöst werden. Aufgrund seiner Nichtlinearität kann es jedoch sein, dass für inkorrekte Modellstrukturen oder Anfangswerte, die zu weit vom optimalen Punkt entfernt liegen, keine Konvergenz erreicht werden kann. Diese Schwierigkeiten verhindern einen geordneten, automatisierbaren Identifikationsprozess.
Zur Überwindung dieser Komplexität wird die Methode der inkrementellen Identifikation angewandt. Mit dieser Methode wird das Problem in eine Folge einfacherer Teilprobleme unterteilt. Dabei wird in jedem Schritt die Modellstruktur verfeinert. Diese Strategie der schrittweisen Verfeinerung des Modells ermöglicht eine effiziente und transparente Untersuchung einer großen Menge möglicher Modellstrukturen.
| Lehrstuhl: | Prozesstechnik |
| Gefördert durch: | DFG 04/2010 bis 09/2013 |
| Kooperationspartner: | Mechanische Verfahrenstechnik AVT.MVT (Paul Bandi); Lehrstuhl für numerische Mathematik (Liang Zhang, Sven Groß) |
| Projektleitung: | Wolfgang Marquardt, Arnold Reusken, Michael Modigell |
| Ansprechpartner: | Hans Pirnay |



