Berücksichtigung der drei dimensionalen Molekülstruktur bei der Modellierung der freien Exzessenthalpie

 


 

Die derzeitig gängigen, prädiktiven GE-Modelle wie UNIFAC und COSMO-RS liefern für Moleküle mit mehreren, stark wechselwirkenden funktionellen Gruppen häufig nur ungenaue Ergebnisse. Ein Grund für diese Ungenauigkeit ist, dass diese Modelle die Molekülstruktur nicht adäquat berücksichtigen. So kann z.B. in beiden Modellen nicht zwischen zwei Enantiomeren unterschieden werden. Insbesondere können Phänomenen wie sterische Hinderungen oder Mehrfachwechselwirkungen nicht Rechnung getragen werden.


Im Rahmen dieses Projektes ist es das Ziel, ein GE-Modell zu entwickeln, dass die drei-dimensionale Molekülstruktur so berücksichtigt, dass das thermodynamische Verhalten von Gemischen aus Komponenten mit mehreren funktionellen Gruppen besser als mit den derzeitig gängigen GE-Modellen modelliert werden kann. Dazu wird für die einzelnen Moleküle von Ladungsverteilungen und Strukturinformationen ausgegangen, die aus quantenchemischen Rechnungen gewonnen wurden.



Lehrstuhl:Thermische Verfahrenstechnik
Gefördert durch:Lehrstuhl
Ansprechpartner:Rob Bronneberg