Essigsäurebakterien als Biotransformationsfabriken

 


 

Essigsäurebakterien verfügen über ein großes Potential für selektive Oxidationen von Kohlenhydraten und Alkoholen. Sie vermögen Alkohol in Essigsäure umzuwandeln und kommen daher bei deren industriellen Herstellung zum Einsatz. Auch an der biotechnologischen Herstellung von Vitamin C und Antidiabetika sind sie beteiligt.


Im Rahmen des Verbundprojektes sollen verbesserte Essigsäurebakterien entwickelt werden, die in optimierten Produktionsprozessen als „Biotransformationsfabriken“ eingesetzt werden können. So sollen in Industrieprozessen komplexe mehrstufige Reaktionen in einem Organismus realisiert werden können.


Die beteiligten Teams von Wissenschaftlern kombinieren dabei Methoden und Verfahren aus Genetik, Cytologie, Bioverfahrenstechnik, modellgestützten Simulationen, der Bioinformatik und der Metabolom-Analyse miteinander.


Die wesentlichen Ziele, die innerhalb der Bioverfahrenstechnik verfolgt werden, sind:

  • Kultivierung von Biomasseproben verschiedener Essigsäurebakterien unter definierten und reproduzierbaren Bedingungen
  • Einbindung von Impedanz- und 2D-Fluoreszenzspektroskopie in ein Hochdurchsatzscreening-System
  • Prozessoptimierung und Scale-Up mittels Untersuchung der Wachstumskinetiken und Produktbildung
  • Untersuchung der Organismen hinsichtlich ihres Potentials zur Produktion verwertbarer Komponenten
  • Auffinden von Kultivierungsbedingungen, die zur Bildung von cytoplasmatischen Membranen führen



Lehrstuhl:Bioverfahrenstechnik
Gefördert durch:BMBF
Kooperationspartner:TU München, Universität Bonn, Universität Göttingen, Forschungszentrum Jülich. Neben universitären Forschern sind auch mehrere Firmen an dem Netzwerk beteiligt
Projektleitung:Institut für Mikrobiologie und Biotechnologie der Universität Bonn
Ansprechpartner:Bettina Luchterhand