MoBiDiK - Modulare Bioproduktion - Disposable und Kontinuierlich

 

MoBiDiK ist ein innovatives Forschungsvorhaben zur Untersuchung von modularen Bioprozessen. Am Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik (AVT.BioVT) wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für chemische Verfahrenstechnik (AVT.CVT) ein kontinuierlich betriebener Membran-Bio-Reaktor zur Kultivierung tierischer Zellen entwickelt.

 

Die Biotechnologie und insbesondere die biopharmazeutische Branche ist einer der innovativsten und am schnellsten wachsenden Industriezweige in Deutschland. Um gegenüber traditionellen Produktionsverfahren konkurrenzfähig zu sein, werden zukünftig deutlich schnellere und kosteneffizientere Produktionstechnologien und –strategien benötigt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Spezifität der biopharmazeutischen Wirkstoffe, so dass der Bedarf aus kleineren, flexibleren, modularen und kontinuierlich betreibenden Anlagen befriedigt werden muss. Die Entwicklung und Vermarktung solcher Anlagen für die Herstellung monoklonaler Antikörper und Antikörpernachfolger bilden die Hauptziele des MoBiDiK Projektes.


Im Rahmen des MoBiDiK Projektes soll am Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik (AVT.BioVT) in Kooperation mit dem Lehrstuhl für chemische Verfahrenstechnik (AVT.CVT) ein kontinuierlich betriebener Membran-Bio-Reaktor zur Kultivierung tierischer Zellen entwickelt werden. Durch die Rückhaltung der Biomasse und eine geeignete Feedingstrategie soll die Raum-Zeit-Ausbeute in etwa um den Faktor 10 verbessert werden. Zudem kann so das Fermentervolumen und damit auch der Platzbedarf stark reduziert werden.


Zur Charakterisierung des Systems wird zu Beginn mit einem Modellorganismus gearbeitet, welcher durch eine deutlich größere Wachstumsrate gekennzeichnet ist. Dadurch können Daten erheblich schneller generiert werden und Parameter der Prozessführung zeitnah erprobt und festgelegt werden. Die Übertragbarkeit des Modellorganismus auf die tierische Zellkultur wird im weiteren Verlauf des Projekts überprüft. Da der Einsatz von Zellkulturen sowie die Komplexität und die Empfindlichkeit der Zielmoleküle hohe Anforderungen an die Fermentation stellen, wird in Langzeitversuchen die Praxistauglichkeit des Membran-Bio-Reaktors evaluiert.



Lehrstuhl:Bioverfahrenstechnik
Gefördert durch:HighTech.NRW
Kooperationspartner:Bayer Technology Services GmbH; Bayer Schering Pharma AG; PharmedArtis GmbH Aachen; HiTec Zang GmbH; INVITE GmbH; RWTH Aachen; TU Dortmund; FH Aachen; Universitätsklinikum Aachen
Projektleitung:Bayer Technology Service GmbH
Ansprechpartner:Frederike Carstensen, Kristina Meier, Matthias Hausmann, Lars Peters