Innovative Synthese kontinuierlicher Prozesse für
eine nachhaltige chemische Produktion
Das Ziel des Projekts SYNFLOW, welches innerhalb des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms gefördert wird, ist das Erreichen eines deutlichen Effizienzgewinns und einer verbesserten Umweltbilanz in chemischen Produktionsverfahren. Hierfür strebt das Konsortium die Entwicklung eines neuartigen Ansatzes zur Prozessentwicklung an, der das Wissen über die molekularen Vorgänge bei Synthese und Katalyse mit der ingenieurswissenschaftlichen Systematik zum Prozessdesign vereint.

Durch die Überführung von klassischen Batchprozesse in eine kontinuierliche Fahrweise kann der Verbrauch von Rohstoffen und Energie reduziert und somit eine nachhaltige chemische Produktion erreicht werden. Hierfür notwendig ist die Entwicklung von neuen katalytischen Synthesewegen und deren effiziente Umsetzung in Produktionsverfahren.

Insgesamt 19 Partner aus 8 EU-Staaten werden über vier Jahre interdisziplinär in Forschung und Anwendung gemeinsam kooperieren. Neben renommierten Forschungsinstituten beteiligen sich führende Industriepartner wie AstraZeneca, Bayer Technology Services, Evonik Oxeno und Johnson Matthey an den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Projektes.
Die Aufgabe der Aachener Verfahrenstechnik – Prozesstechnik ist hierbei die Umsetzung der entwickelten Synthesewege in industrielle Prozesse. Ausgehend von Messdaten aus Laborversuchen müssen hierzu wesentliche Mechanismen wie Reaktion und Stofftransport modelliert werden. Mit Hilfe von neu entwickelten optimierungsbasierten Entwurfsmethoden für Reaktions- und Trennprozesse können somit in enger Kooperation zwischen Chemikern und Ingenieuren innovative Prozesse für eine nachhaltige chemische Produktion identifiziert werden. Neben der Entwicklung dieser neuartigen Methoden ist auch deren Anwendung auf Beispielprozesse und deren Umsetzung im Labormaßstab ein Schwerpunkt dieses Projektes.




